Zusehen wie etwas wächst, ist gut für die Moral.
Es hilft einem an das Leben zu glauben.....
-  Im Winter gärtnern wir einfach weiter
winter__1354297110.jpgIch kann das Gärtnern nicht einfach abstellen, nur weil November ist. Außerdem bin ich nie "fertig" mit meinem Garten, obwohl ich zugeben muss: Im Winter denke ich mehr daran, als tatsächlich etwas zu tun. Im Frühjahr ist es umgekehrt und ich versuche all das umzusetzen, was ich mir im Winter vorgenommen habe. Dann bin ich froh, dass ich das Material und die Pflanzen dafür schon daheim habe und die Pläne dafür in der Schublade sind.
Vielleicht wird in diesem Winter alles anders, denn ich möchte ein Waldstück erobern. Das bedeutet viel Handarbeit: es müssen Bäume gefällt und Gestrüpp entfernt werden. Das Holz wird als Brennholz verwendet und die Äste gestapelt - die Igel werden sich freuen - und ein Teil gehäckselt. Schweißtreibende, schwere Arbeit, aber seit Langem träume ich von einem Waldgarten, möglicherweise ist das der Anfang.
-  All meinen Kummer heilt mein Spaten
mauer_aus_dachziegeln__1354297184.jpgWer kennt nicht diese kleinen oder größeren Sorgen des Alltages, wegen der Kinder, verpatzten Einladungen, wenn es bei der Arbeit nicht wirklich gut und reibungslos läuft oder man sich ungerecht behandelt fühlt? Ich versichere euch, all meinen Kummer können mein gut geschliffener Gartenspaten und meine Motorsäge heilen. Da ist Gartenarbeit keine "Arbeit" sondern Therapie. Je wüster das Fleckchen Garten aussieht, das ich mir vornehme, desto größer der Erfolg danach. Wie letztlich das Eck am Waldrand: Da habe ich gerodet, gegraben, eine Kornelkirsche und einige Holunder gepflanzt, mit Pappkarton abgedeckt, mit Grasschnitt bedeckt, geschwitzt und geschuftet, bis ich alle Muskeln gespürt habe. Dann habe ich zufrieden mein Werk betrachtet und mich über die getane Arbeit gefreut. Die Sorgen waren zwar nicht verschwunden, aber ich war zu müde, um darüber nachzudenken.
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