Zusehen wie etwas wächst, ist gut für die Moral.
Es hilft einem an das Leben zu glauben.....
-  Die guten Vorsätze
Am Ende des Gartenjahres wird Rückschau gehalten. Was ist mit den Vorsätzen für 2011 geworden? Konsequente, ordentliche Gärtner wüssten jetzt sogar wie viel Arbeitszeit und wie viel Geld sie in den Garten gesteckt haben. Ich weiß beides nicht, kann auch nicht sagen, was Arbeit war und was Vergnügen. Aber meine Vorsätze vom letzten Winter hab ich mir gemerkt und jetzt einmal mit meinen Kindern darüber gesprochen.
Da war erstens der Vorsatz unbekanntes Gemüse zu ziehen - ein durchschlagender Erfolg, im Garten und bei den „Essern“. Dann war da zweitens der Wunsch, eine Nacht unter freiem Himmel, am Baumsofa, zu schlafen. Hab ich nicht gemacht, leider, aber der Wunsch bleibt und kommt auf die Liste für das nächstes Jahr. Mein dritter Vorsatz hat mit der Kompostwirtschaft im Garten zu tun, ich will sie erweitern, verbessern, eben insgesamt ernster nehmen. Ich ernte genervte Blicke von den Kindern. Jetzt ist ihnen klar, warum ich so genau bestimmen wollte, wo der Grasschnitt hin soll. Insgesamt kann ich aber sagen, dass ich kompostmäßig „gut unterwegs“ bin. Viertens – denn drei Vorsätze sind irgendwie geizig – wollte ich heuer im Garten nichts Neues anfangen sondern nur an Verbesserungen arbeiten. Die Kinder lachen und sagen: „Das sagst du jedes Jahr, aber das ist dir noch nie gelungen!“
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-  Die Geduld meiner Freunde
In den ersten milden Frühlingstagen wird die Geduld meiner nichtgärtnernden Freunde jährlich auf eine harte Probe gestellt.
Jeder Besuch beginnt mit einer Runde durch den Garten.
Da reichen 5 Grad plus und ein wenig Sonne und mir geht das Herz auf, meine Besucher sollten sich auch besser dem Wetter entsprechend kleiden, denn meine Gartenrunde ist schließlich keine Rennbahn! Langjährige Freunde pflegen zu diesem Zweck feste Schuhe und Arbeitsjacken im Auto mitzuführen, denn nicht selten ist auch ein kleiner Arbeitseinsatz geplant. Einige Arbeiten wurden schon so oft von mir verteilt, dass sie schon selbstständig von meinen Freunden übernommen werden können. Es gibt mir zu denken, dass einige schon besser als ich wissen wo die Kübelpflanzen ihren Sommerplatz haben und wo welche Regentonne aufzustellen und anzuschließen sind.
Fragende und zweifelnde Blicke ernte ich beim Hinweis auf Mammutbäume die sogar ich im Moment noch leicht überrage und auf wunderbar blühende Bäume jetzt nur wie dürre Äste aussehen.
Ob ich besondere Brillen hätte, durch die ich in die Zukunft schauen könne, wurde ich nicht selten gefragt.
„Vielleicht“ war meine Antwort.
Wer keinen Garten besitzt will nichts von Mischkultur hören außer es bezieht sich auf die Mischung von Wein und Wasser, keinen interessiert mein zukünftiges Moorbeet es sei denn es hätte 37 Grad und man könnte darin eine Schönheitskur machen. Sie verwechseln Permakultur mit Permafrost und zittern vor Kälte obwohl ich ihnen meine Sommerwiese in den schönsten Farben erkläre.
Gut, dass der Kachelofen geheizt ist und es dieser Tage auch viele andere, interessante Gesprächsthemen gibt.lucky_web__1305571913.jpg
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